Wir werden den revolutionären Weg Rosas fortführen!

Am 7. Januar wird in Berlin die jährliche Luxemburg-Liebknecht-Lenin Demonstration stattfinden. In Gedenken an die drei Revolutionär:innen, welche zentrale Rollen in den vergangenen Kämpfen für eine Welt fern von Ausbeutung und Unterdrückung einnahmen, werden wir ihnen an jenem Tag gerecht werden und den Kampf gegen unsere Unterdrücker auf die Straßen tragen.

Vom Revolutionär Lenin, der die erste sozialistische Revolution weltweit maßgeblich vorantrieb und welche den Beginn einer Ära voller Fortschritt darstellte, bis hin zu Liebknecht und Luxemburg, die sich nicht von trügerischen reformistischen Kräften beirren ließen und bis zur letzten Sekunde ihren Idealen treu geblieben sind: Wir können heute, in einer Zeit, wo mehr als 130 Frauen täglich der patriarchalen Gewalt zum Opfer fallen, wo jeder neunte Mensch hungern muss und wo das reichste Prozent mehr Vermögen als die restlichen 99% besitzt, viel von der Entschlossenheit und dem Kampfgeist der drei Revolutionär:innen lernen.

Insbesondere Rosa Luxemburg und ihr unversöhnlicher Kampf gegen den ersten Weltkrieg und ihre Radikalität, mit der sie trotz mehrfacher Inhaftierung gegen die herrschende, patriarchale Ordnung vorging, kann uns als Frauen, Nichtbinäre, Inter- und Transpersonen als leuchtendes Vorbild dienen. Dabei müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass sich Rosas Kampf nicht allein auf den Kampf für die Befreiung der Frau beschränkte, nein: Sie war eine überzeugte Kommunistin, die zum Äußersten entschlossen gegen den Kapitalismus und somit für die Befreiung von allen Menschen kämpfte.

Als eine jüdische, sozialistische Frau, die mit aller Macht gegen den Krieg der Imperialisten kämpfte, eine wichtige Mitgründerin der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) war und fest entschlossen für die Rechte der Frauen eintrat, stellte sie ein Dorn in den Augen der Herrschenden dar. Des Öfteren wurde sie hinter Gitter gesperrt in der Hoffnung, ihren Widerstand zu brechen. Doch wie so oft in der Geschichte, schlug auch bei Luxemburg die Repression ins Gegenteil um: Gestärkt durch den Zuspruch ihrer Genoss:innen und durch das Schreiben von etlichen Schriften und Briefen, kam sie jedes Mal entschlossener denn je, für Gerechtigkeit zu kämpfen, aus dem Knast heraus.

Als Frau musste sie sich – ja auch in den Reihen ihrer Genossen – oft mit patriarchalen Vorurteilen herumschlagen. Doch sie hat nie aufgegeben, unerbittlich für die Rechte der arbeitenden Frauen einzutreten. Unser Recht heute, wählen zu gehen, haben wir ihr und allen anderen Frauen, die sich von bürgerlichen Kräften nicht haben den Mund verbieten lassen, zu verdanken. Von Rosa Luxemburg bis Clara Zetkin, die den Frauenkampftag mit ins Leben gerufen hat und unerbittlich für das Frauenwahlrecht eintrat – Unsere heutigen emanzipatorischen Errungenschaften sind allesamt auf kämpfende, revolutionäre Frauen vor uns zurückzuführen. Obwohl sich Rosa und Clara als Kommunistinnen selbstverständlich darüber bewusst waren, dass das bürgerliche Wahlrecht allein mitnichten den Weg für die Befreiung der arbeitenden Bevölkerung ebnen kann, kämpften sie bis zum letzten Atemzug dafür, dass auch Frauen wählen gehen dürfen. Natürlich ist der Weg unserer Befreiung damit noch lange nicht gegangen, dennoch stellt dies einen wichtigen Erfolg dar, der uns zugutekommt. Lasst uns also stets daran denken, dass nicht etwa der Staat für jegliche Verbesserungen unserer Situation verantwortlich ist, sondern Frauen wie Rosa und Clara.

Rosa Luxemburgs Leben zeigt uns, dass wir ebenfalls einen revolutionären Weg gehen müssen, wenn wir den Kampf für unsere Befreiung zu Ende bringen wollen. Es ist noch ein langer Weg, doch mit Rosa im Herzen werden wir die lodernde Flamme der Frauenrevolution sein, welche das Ende von der patriarchalen Herrschaft und somit jeglicher Herrschaft des Menschen über den Menschen darstellt.

In diesem Sinne werden wir unseren Worte Taten folgen lassen, daher rufen wir alle Frauen, Nichtbinäre, Inter- und Transpersonen dazu auf, sich uns am 7. Januar um 10 Uhr am Frankfurter Tor in Berlin anzuschließen, um gemeinsam an der revolutionären LLL Demonstration teilzunehmen!

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