Buchvorstellung: Ivana Hoffmann – Ein Leben voller Liebe und Hoffnung

Wir möchten euch ein Buch vorstellen, das die Geschichte von unserer Genossin Ivana Hoffmann erzählt. Das Buch ist im letzten Jahr erschienen und wurde von Menschen herausgegeben, die sie kannten und die ihre Geschichte erzählen möchten. Es geht darum, zu erfahren, wer Ivana war und welchen Kampf sie geführt hat. 

Doch zuerst einmal: Wer ist Ivana Hoffmann?

Sie war eine Kommunistin aus Duisburg, die bei der Verteidigung der Rojava Revolution gefallen ist. Mit 18 Jahren hat sie sich dazu entschieden, ihr bürgerliches Leben hinter sich zu lassen und in den Reihen der Marxistisch-Leninistisch Kommunistischen Partei die Revolution in Rojava zu verteidigen. In dem Buch erfahren wir, wer Ivana als Mensch war und wie die Reise ihres Lebens verlaufen ist, bis sie schließlich in Rojava angekommen und unsterblich geworden ist. 

In Rojava gibt es eine demokratische Revolution, die für die Befreiung der Frau und das friedliche Zusammenleben der Völker kämpft. Doch die Revolution ist durch die faschistischen Kräfte des sogenannten Islamischen Staates und des türkischen Staates bedroht. 

Es beginnt mit Ivanas frühen Kindheit und wie sie angefangen hat, sich politisch zu engagieren und organisieren. Wir erfahren, was ihr wichtig war und mit was für einer Entschlossenheit sie politische Arbeit gemacht hat. Besonders die Verbundenheit zum kurdischen Befreiungskampf ist hier wichtig zu erwähnen. 

Bevor sie gegangen ist, hat Ivana einen Brief geschrieben an die Partei, die MLKP, in dem sie beschreibt, warum sie sich dazu entschieden hat, nach Rojava zu gehen und dort zu kämpfen und die Revolution, wenn es sein muss, mit dem Leben zu verteidigen. Dieser Brief ist im Buch abgedruckt und beschreibt ihre Entschlossenheit und den Mut, mit dem sie diese Entscheidung getroffen hat. 

Die Familie und Genoss:innen von Ivana erzählen im Buch von gemeinsamen Erlebnissen und berichten zum Beispiel von der Ankunft in Rojava oder ihrer Zeit in der militärischen Ausbildung. 

Es wird ausführlich beschrieben, wie Ivana sich eingelebt hat und mit was für einer Disziplin sie die Aufgaben der Partei erledigt hat. Die Beziehungen zu ihren Genoss:innen war unglaublich stark und sehr vertraut – auch das wird an unzähligen Stellen im Buch deutlich. 

Was immer wieder zum Vorschein kommt ist auch, dass Ivana ein fröhlicher Mensch mit einem ausgeprägten Sinn für Humor war, der alle Menschen zum Lachen brachte. Im Buch finden sich viele Geschichten über Witze, die sie machte und wie sie zum Beispiel allen erzählte, dass sie aus einer kurdischen Stadt stamme und als Schwarze junge Frau so viele Genoss:innen schockierte. Umso lustiger fand sie es, wenn ihr Scherz aufgeflogen ist. 

Während ihrer Zeit in Rojava dachte Ivana viel an ihre Mutter, an Freund:innen und Genoss:innen in Deutschland. Sie erzählte den Genoss:innen in Rojava viel von ihren deutschen Genoss:innen und wie sehr sie ihre Familie vermisst. 

Auf die Frage nach der Bedeutung von der Unsterblichkeit wird zum Ende des Buches ebenfalls eingegangen. Die Nachricht, dass Ivana als erste Deutsche im Kampf gegen den IS gefallen war, verbreitete sich schnell in Deutschland. Zu ihrer Beerdigung in Duisburg kamen mehrere tausend Menschen. Ihre Mutter hat einen Brief geschrieben, nachdem sie davon erfahren hat und auch der ist im Buch enthalten. Es wird deutlich: Ivana hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Ihr Kampf wird in Rojava, in Duisburg und überall auf der Welt weitergeführt. Auch wenn Ivana biologisch gesehen nicht mehr lebt, ist es, als ob sie bei uns wäre.

Durch das ganze Buch hinweg wird beschrieben, wer Ivana war, was sie ausgemacht hat und vor allem, was für einen starken Eindruck sie bei ihren Genoss:innen hinterlassen hat. Wenn euer Interesse geweckt ist, dann macht euch einen eigenen Eindruck von der Geschichte und dem Leben Ivanas!

In ihrem Gedenken wird jedes Jahr ein Festival in Duisburg organisiert. Dort soll Ivanas Geschichte erzählt und dafür gesorgt werden, dass ihr Name nicht in Vergessenheit gerät. Das diesjährige Festival findet am 18. Juni statt und steht unter dem Motto „Für eine gerechte Welt: Kolonialismus bekämpfen, damals wie heute!“ und soll auf verschiedene antikoloniale Kämpfe auf der ganzen Welt aufmerksam machen, ob in Rojava, Palästina, Algerien oder Mali. Auf dem Festival habt ihr die Möglichkeit, mehr über sie zu erfahren und das Buch zu kaufen. Daneben gibt es Live-Musik, leckeres Essenund Reden, in denen ihr mehr zum Thema Kolonialismus erfahrt!

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