Suruç

Wir leben in der Welt der eintausend Wunder
Wie wunderbar ist doch das Leben.
Und wie wunderlich, dass wir nicht alle  über den Tellerrand sehen,
uns nach allen Seiten verdrehen und rundum das Übel bekämpfen.
Entstanden und geschürt
Von denen, die hier oben sitzen und beim bloßen Rumsitzen schon schwitzen.
Staaten, die in Kriegsgebiete Waffen liefern
Staaten, die ihre Hand im Spiel haben, bei Anschlägen wie diesem.
Von denen, denen es ja so gut geht
Und die nur ab und an mal lesen,
was in der Zeitung von vorgestern eigentlich steht.
Was 2015 geschah, ist längst schon geschehen
Und wird, wenn überhaupt, nur noch ganz hinten in der Erinnerung stehen?
Bei Manchen vielleicht, aber nicht bei uns.

Büşra Mete
Aydan Ezgi Salçı
Polen Ünlü
Hatice Ezgi Saadet
Ece Dinç
Duygu tuna
Nazlı Akyürek
Nuray Koçan
Ferdane Kılıç
Nazegül boyraz

Wir werden uns erinnern und wir werden weiter kämpfen
Unsere Wut lässt sich weder durch Patriarchat, Repression oder Angst dämpfen.
Wir stehen auf und wir sind laut,
damit nie in Vergessenheit gerät, was geschah:
Ihr wolltet aufbauen und helfen, ihr wart da.
Ihr saht das Übel, ihr saht das Leid
anstatt nur zu oder ganz und gar weg zu sehen standet ihr bereit.
Ihr reistet nach Suruç von nah und von fern
Ihr traft euch friedlich, in Kobane helfen, wolltet ihr gern.
Wie die Menschen dort um ihr zu Hause bangen,
Hinhalten tun sie beide Wangen:
Eine für die Freiheit und eine für das Leben
Hätten ihr noch mehr, würden ihr noch mehr geben.

Furchtlos, jung und immer ganz vorne, egal wo und wann
Hatice Ezgi bat Kurse und Workshops für Menschen an, die ihr Verhalten reflektieren und verändern wollen dann.


Friedlich bringen sie den Menschen bei, was Widerstand heißt
Polen Ünlü, zum Beispiel bemalte die Wände,
damit auch jedes Kind etwas weiß.

Sie zerbrachen den Kreis.

Den Kreislauf der Normen und Regeln, nach denen wir hier eigentlich auch nicht mehr Leben
(sollten.)
Gemeinsam erkämpften sie eine bessere Welt, in der alle sich finden können,
die der Vielzahl von Geschichten standhält.
Gemeinsam bauten sie auf, was Andere zerstörten
Sie waren die Menschen, die zuhörten.
Sie bildeten weiter, sie bildeten aus,
Wir nehmen alle Erfahrungen mit nach Haus.
Sie waren die „Kinder der Sonne“, wie sie es sagten,
Sie waren diejenigen, die es wagten.
Sie hörten auf, nur zuzusehen,
Sie waren die, die voller Kraft und voller Mut vorrangehen
Es ist unsere Ausgabe, dass wir alle das sehen.
Und niemals vergessen,
was 2015 geschah,
weder heute noch morgen
noch in irgendeinem Jahr

Gedenken  heißt  Kämpfen. 
egal, ob früh oder spät.

Hoch die internationale Solidarität !


Lieben Dank an Jorge aus Köln für das zur Verfügung Stellen des Poetry Slam Textes!

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